Theater Paderborn
Westfälische Kammerspiele
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Der König stirbtvon Eugène IonescoDeutsch von Claus Bremer & Hans Rudolf Stauffacherim StudioIn seiner Jugend war Behringer nicht nur ein potenter und mächtiger Herrscher, sondern auch Erfinder und Wissenschaftler, Feldherr und Politiker, Künstler und Autor. Doch mit dem Alter geht sein Königreich zugrunde und der alte weiße Mann klammert sich verzweifelt an seine ruhmreiche Vergangenheit, seine einstige Größe. In seiner Hybris ist für Behringer dieses epochale Ende aber nicht vorstellbar: Sein Patriarchat ist doch für den Fortbestand der Menschheit von Bedeutung? Dass dieses Zeitalter enden soll, kann aus Behringers Sicht nur ein Irrtum sein. Seine erste Frau Margarete weiß es jedoch besser: Am Ende der Vorstellung wird er sterben müssen, sein Reich wird zerfallen...Wie es sich für einen Meister des Theaters des Absurden wie Eugène Ionesco (1912  1994) gehört, spielt Der König stirbt mit vielen Bedeutungsebenen, die sich auf unsere Gegenwart beziehen lassen. Auf persönlicher Ebene zeigt es das Sterben eines Menschen von Verleugnung bis allmähliche Akzeptanz des Endes, auf gesellschaftlicher Ebene vielleicht das Ende der Männerherrschaft und auf geschichtlicher Ebene das Ende der auf fossilen Energieträgern gegründeten Epoche. 
AB07.01.23