Theater Paderborn
Westfälische Kammerspiele
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THE BLACK RIDERThe Casting of theMagic BulletMusik und Gesangstexte von Tom Waits, Regie und Stage Design der Originalproduktion von Robert Wilson, Original Orchestration von Tom Waits und Greg Cohen, Buch von William S. BurroughsDramaturgie von Wolfgang Wiensim Großen HausEin richtiger Mann muss schießen können! Findet jedenfalls der Vater des schönen Käthchen und will ihre Hand nur dem treffsichersten Schützen geben. Der Amtsschreiber Wilhelm ist schwer in Käthchen verliebt, prinzipiell auch zu allem bereit, aber leider zu nichts in der Lage: Alle seine geheimen Schussübungen scheitern kläglich. Da kommt ihm der mysteriöse Stelzfuß mit Zaubergeschossen zu Hilfe  Kugeln, die niemals ihr Ziel verfehlen! Der einzige Haken: Das Ziel der letzten Kugel kann der Schütze nicht selbst bestimmenDie Freischütz-Sage erlangte bereits durch Carl Maria von Webers (1786-1826) Oper Weltruhm. Knappe 170 Jahre später wagte sich Rocklegende Tom Waits (*1949) an den Stoff. Herausgekommen ist eine ungeheure Bandbreite an Musikstilen, die auf einzigartige und effektvolle Weise miteinander verschmelzen  ein musikalischer Höllenritt, der seit 1990 auf der ganzen Welt Erfolge feiert.
31.08.19Regie Ingmar OttoBühne & Kostüme Matthias StrahmMusikalische Leitung Peter StolleBandleading Sebastian MüllerChoreographie Moira Fetterman
14.09.19Regie Ulrike MaackBühne Eylien KönigKostüme Irmgard Kersting
Wer hat Angst vor Virginia Woolf?von Edward AlbeeDeutsch von Martin und Alissa Walserim Großen HausNach der Party ist vor der Party: Martha und George haben bei Bekannten schon ganz ordentlich getankt, jetzt lassen sie zu Hause den Abend  oder vielmehr die Nacht  mit einem neuen Kollegen von George und dessen Frau ausklingen. Enthemmt durch mehr und immer mehr Alkohol präsentieren George und Martha ihren Gästen die tiefen Wunden, die sie sich gegenseitig in langen Ehejahren geschlagen haben und ziehen das deutlich jüngere Pärchen in einen Strudel von Verachtung, Sadismus und wechselseitiger Abhängigkeit.Edward Albees (1928-2016) Wer hat Angst vor Virginia Woolf? ist sein bekanntestes Stück und wurde 1966 mit Elizabeth Taylor und Richard Burton in den Hauptrollen verfilmt.
MondsüchtigLiederabend, Buch und Idee von Katharina KreuzhageURAUFFÜHRUNGim StudioDie letzte bemannte Mondmission ist 47 Jahre her. 12 Menschen setzten bisher ihren Moonboot auf den Himmelskörper. Aber seit 1972 wurde dort keine Flagge mehr gehisst  bis jetzt: Der Mond erlebt ein Comeback  als exklusives Reiseziel! Visum oder Reisepass werden nicht benötigt, es gibt keine Gesundheitsrisiken und trotz der komplizierten Anreise gilt der Mond als sicheres Reiseziel. Durch die fehlende Atmosphäre und Wolken hat man einen grandiosen Ausblick auf die Sterne  was gibt es also Romantischeres, als nach einem anstrengenden Arbeitstag auf Erden hinauf zu düsen, sich in den Mondstaub zu legen und ein paar Lieder zu trällern?Katharina Kreuzhage (Regie) und Peter Stolle (musikalische Leitung) leben schon lange nicht mehr hinter dem Mond und gehen mit Ihnen und den besten Mond-Hits aller Zeiten auf eine galaktische Reise.
15.09.19Regie Katharina KreuzhageMusikalische Leitung Peter StolleBühne & Kostüme Tobias Kreft
Nur ein Tagvon Martin Baltscheit / ab 4 Jahrenim TheatertreffWären Wildschwein und Fuchs doch bloß schnell abgehauen, statt der Eintagsfliege beim Schlüpfen zuzusehen. Jetzt müssen sie feststellen, dass die Fliege bezaubernd ist. Doch wer sagt ihr, dass sie nur diesen einen Tag zu leben hat? Wildschwein und Fuchs greifen zu einer Notlüge: Der Fuchs würde den heutigen Tag nicht überleben. Die junge Fliege beschließt voller Mitgefühl für ihren neuen Freund, dass jetzt eben das ganze Leben in einen Tag muss  inklusive des großen Glücks!Das vielfach ausgezeichnete Multitalent Martin Baltscheit (*1965) überzeugt als Autor, Regisseur und Sprecher zugleich. 2007 wurde Nur ein Tag uraufgeführt  seitdem hat das Kindertheaterstück eine steile Karriere hingelegt. 2014 erschien die Hörspielfassung und wurde als Kinder- und Jugendhörbuch des Jahres ausgezeichnet.
19.09.19Regie Paulina NeukampfBühne & Kostüme Julia Berndt
Die BremerStadtmusikantenvon Philipp Löhle, nach den Märchen der Gebrüder Grimm / ab 6 JahrenURAUFFÜHRUNGim Großen HausEin Esel, ein Hund, eine Katze und ein Hahn  alle teilen das gleiche Schicksal: Sie sind alt, klapprig und schwach: Deshalb werden sie von ihren Besitzern vom Hof gejagt. In ihrer Not gründen die Tiere eine Bande  einer für alle, alle für einen. Der Plan: Zusammen werden sie nach Bremen gehen und dort als Stadtmusikanten ihr Glück versuchen. Unterwegs machen die Tiere Halt im Wald, natürlich ein Wald voller Räuber. Schnell ändern sie ihren Plan und übernehmen das Räuberhaus  mit Musik, Solidarität und vielem mehr.Schon in der letzten Spielzeit stand Philipp Löhle (*1978) mit einer Neuübersetzung von Little Voice und der Bearbeitung von Charles Dickens Eine Weihnachtsgeschichte auf dem Spielplan des Theater Paderborn. Jetzt hat er für das Theater Paderborn eine neue, frische Fassung der Bremer Stadtmusikanten geschaffen.
30.10.19Regie Danielle StrahmBühne & Kostüme Matthias StrahmKomposition Florian Wagner
Zu dir kommt alles FleischEine progressive Selbstermächtigung zwischen Religion, Rape Culture und hegemonialer Männlichkeit nach Motiven Mithu Sanyal und vielen anderenStückentwicklung von Fanny BrunnerURAUFFÜHRUNGim StudioDer Umstand ist seit Jahren bekannt  aber es passiert relativ wenig: Die katholische Kirche hat ein massives Missbrauchs-Problem! Kritiker vermuten, dass die Ursache nicht nur in der rigiden Sexualmoral des Katholizismus zu suchen ist, sondern auch in der Organisationsstruktur der Kirche selbst.Aber das Thema Vergewaltigung hat die katholische Kirche nicht exklusiv. Sexualisierte Gewalt, keineswegs nur gegen Frauen, ist ein omnipräsentes Thema. Die Art, wie wir darüber reden, denken oder wie wir von Zeit zu Zeit unsere Rechtsprechung anpassen, sagt viel über die Stellung von Frauen, Homosexuellen, Trans-Menschen und nicht zuletzt von Kindern in der Gesellschaft.Fanny Brunner inszenierte in der Spielzeit  2017/18 am Theater Paderborn Oliver Klucks Stück Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend nach der Autobiographie von Andreas Altmann.
08.11.19Regie Fanny BrunnerBühne Daniel AngermayrMusik Jan Preißler
16.11.19Regie Katharina KreuzhageBühne Ariane ScherpfKostüme Matthias Strahm
Jugend ohne Gottvon Ödön von Horváthim Großen HausAlle Neger sind hinterlistig, feig und faul! Diesen Satz im Geographie-Aufsatz des Schülers B kann der Lehrer nicht unkorrigiert durchgehen lassen. Er streicht ihn durch und schreibt mit roter Tinte daneben: Farbige sind auch Menschen!Diese Korrektur zieht eine Kaskade von Reaktionen nach sich: Der Vater eines Schülers beschwert sich, der Schuldirektor droht mit der Entlassung, die Schüler der Klasse fordern, zukünftig von einem anderen, gesinnungstreuen Lehrer unterrichtet zu werden.Und der Lehrer beginnt das erste Mal in seinem Leben darüber nachzudenken, ob es nicht an der Zeit ist, für seine Überzeugungen einzustehen.Jugend ohne Gott aus dem Jahr 1937 spielt in totalitären Zeiten, aber die Parallelen zur Gegenwart sind  nicht zuletzt angesichts von Denunziation-Websites für Schüler  unübersehbar.Jugend ohne Gott ist Ödön von Horváths (1901-1938) dritter Roman, den er kurz vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten schrieb. 1938 wurden Horváths Werke von den Nazis auf die Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums gesetzt.
Die besten Plätzchender WeltPuppenspiel von Rolf Bolt / ab 3 JahrenWIEDERAUFNAHMEim FoyerWeihnachten steht vor der Tür. Doch das Fest der Liebe droht in einem Fiasko zu enden. Der königliche Backofen hat den Dienst quittiert! Der gefräßige König hat nämlich einfach alle Plätzchen aufgegessen. Das hat den Ofen sehr wütend gemacht. Er streikt  und deshalb können keine neuen Plätzchen für das Weihnachtsfest gebacken werden.Um den Heiligen Abend doch noch irgendwie zu retten, schickt der König zwei Vagabunden los, die den Backofen zurückholen sollen. In den tief verschneiten Bergen finden sie ihn  nach wie vor zornig und kaum zu beruhigen. Wird es den Vagabunden gelingen, dem Backofen das Plätzchen-Backen wieder schmackhaft zu machen?Rolf Bolt (*1963) studierte Bühnenbild an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz, wo er das Puppenspiel für sich entdeckte. Seit 2014 realisiert er am Theater Paderborn das weihnachtliche Puppentheater im Foyer. 2017 inszenierte er im Theater Paderborn Der Prozess von Franz Kafka.
17.11.19Regie & Puppenbau Rolf Bolt
Die Farbe des Morgens an