Theater Paderborn
Westfälische Kammerspiele
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Furorvon Lutz Hübner und Sarah Nemitzim StudioMinisterialdirigent Heiko Braubach ist Vollblutpolitiker und in der heißen Phase seines Wahlkampfes. Da kommt ihm ein Verkehrsunfall dazwischen: Er fährt einen jungen Mann so schwer an, dass der sein Leben lang im Rollstuhl sitzen wird. Zwar ist Braubach im juristischen Sinne schuldlos, aber Jerome, der Cousin des Verletzten, ist entschlossen, sich nicht mit Politikerphrasen abspeisen zu lassen. Ein Schlagabtausch entspinnt sich: Auf der einen Seite der etablierte, pragmatische Politiker, auf der anderen Seite ein junger Mann voller extremer Positionen, die sich aus Enttäuschung, Wut und Hass speisen.Lutz Hübner (1964) und Sarah Nemitz gehen in Furor der Frage nach, wie demokratische Werte in unserer Gesellschaft erodieren und was politisches Handeln kompromittiert. Ein Stück, in dem akute gesellschaftliche Phänomene wie Wutbürgertum, die Auswüchse der Gelbwesten-Bewegung, Fake-News und die Macht des gezückten Smartphones ihren Echoraum finden.
12.09.20Regie Hermann HolsteinBühne & Kostüme Tobias Kreft
01.10.20Regie Paulina Neukampf
Ein Schaf fürs Lebenvon Maritgen Matter / ab 3 Jahrenim TheatertreffIn einer kalten Winternacht stapft ein hungriger Wolf einsam durch den Schnee. Als er auf ein argloses Schaf trifft, kann er es zu einer gemeinsamen Schlittenfahrt überreden  mit einem klaren Ziel: Er will das Schaf fressen! Doch der Ausflug gerät zu einer lustigen und wunderbaren Reise durch die Nacht. Und nimmt schließlich eine überraschende Wendung.Maritgen Matter (*1962) erzählt in ihrem Theaterstück von einer auf den ersten Blick unmöglichen Freundschaft. Sie zeigt, wie erfüllend es ist, Verantwortung zu übernehmen für jemanden, der auf den ersten Blick völlig fremd erscheint.
10.10.20Regie Katharina KreuzhageBühne Ariane ScherpfKostüme Matthias Strahm
Bürger Șipelnach Carl Sternheimin einer Fassung von Katharina KreuzhageURAUFFÜHRUNGim Großen HausTilmann Hicketier ist verzweifelt. Da stirbt ihm Knall auf Fall sein Tenor weg, wo doch das Hicketiersche Gesangsquartett gerade in einem wichtigen Gesangswettbewerb quasi schon auf der Siegerstraße ist. Vor Ort gibt es nur einen Tenor, der das hohe A singen kann  aber der ist Türke! Was tun? Nur mühsam kann sich Hicketier entschließen, den Tenor mit Migrationshintergrundzu fragen, ob er die Lücke schließen will. Der Türke sagt zu  und wird (Hicketier hatte es nicht anders erwartet) sofort übergriffig: Hicketiers Schwester Thekla will er ehelichen, um damit den letzten und entscheidenden Schritt Richtung Integration zu gehen. Aber das ist dann doch zu viel für Tilmann Hicketier! Die Schwester opfern, um einen Gesangswettbewerb zu gewinnen: Nein, niemals!Oder vielleicht doch?Carl Sternheim (1878-1942) griff in seinen Werken die verzweifelten Abgrenzungsversuche des wilhelminischen Bürgertums an. Aber sind wir heute, 100 Jahre, zwei Weltkriege und eine Corona- Krise später, wirklich so viel weiter in der Bundesrepublik?
29.10.20Regie Paulina Neukampf
Peterchens Mondfahrt oderMission Käferbeinvon Inken Böhack und Jan Pröhlnach Gerdt Bernhard von Bassewitz / ab 6 Jahrenim Großen HausFantasie verleiht Flügel und wenn mans nur richtig anfängt, kann man mit einem Käfer sprechen und auf einem abgefahrenen Stockbett ins Weltall fliegen! Eines Nachts bekommen Lizzy und Peter Besuch vom Maikäfer Sumsemann, der ihnen die Geschichte von seinem verlorenen sechsten Bein erzählt, das der Mann imMond gestohlen hat. Um das fehlende Bein vom Mond zurückzuholen, machen sich die Kinder mit dem ängstlichen Sumsemann auf eine abenteuerliche Reise zum Mond. Mission Käferbein beginnt! Gemeinsam müssen die drei viele verrückte Gefahren und Herausforderungen bestehen, die ihren Mut und vor allem ihren Zusammenhalt auf die Probe stellen, der hustenbonbonsüchtige Mann im Mond wartet schonDiese liebevoll und kräftig modernisierte Fassung von Inken Böhack (*1956) und Jan Pröhl (*1965), an der Star Trek und Star Wars offensichtlich nicht spurlos vorübergegangen sind, lockt mit modernen Abenteuern, turbulenter Handlung und noch mehr Komik sicher jedes Kind vom Smartphone weg.
08.11.20
15 Sekundenvon François ArchambaultDeutsch von Johannes von Westphalenim StudioDie große Liebe finden  das wollen alle. Dass Mathieu im Rollstuhl sitzt und nicht ganz so spricht wie die meisten, hilft ihm da nicht wirklich weiter  bei den Frauen blitzt er meistens ab. Sein Bruder Claude dagegen (mit dem Mathieu in einer WG lebt) ist zwar notorisch unzufrieden, aber dafür der reinste Frauenschwarm. Sie kleben förmlich an ihm, die jungen Schönen. Da ist es nur folgerichtig, dass Claudes neue Freundin Charlotte sofort bei den beiden Brüdern einziehen will. Claude merkt schnell, dass er Charlotte ganz nett findet  aber mehr auch nicht. Der behinderte Mathieu dagegen verliebt sich in Charlotte. Aber kann das gut gehen, die attraktive Charlotte und der Rolli-Fahrer? Warum eigentlich nichtFrançois Archambault (*1968), ein sozial engagierter Realist und unbequemer Satiriker, erzählt in seinem Stück direkt und ohne falsche Scham von den Vorurteilen, denen Menschen mit Behinderung tagein tagaus begegnen.
17.11.20Regie & Puppenbau Rolf Bolt
Über das Basten im AdventPuppenspiel von Rolf Bolt / ab 3 Jahrenim FoyerTannenzweige, Glitzerkugeln, bunte Lichterketten  im Advent werden die Wohnzimmer geschmückt, die Fenster dekoriert bis alles glänzt und funkelt. Die selbst gebastelte Weihnachtsdekoration mag Pinguin am liebsten und gemeinsam mit seinen Plüschtierfreund* innen schneidet er Sterne aus, fädelt Girlanden auf und beklebt so allerlei mit Glitzer. Doch so richtig lassen sich die anderen nicht von seinem Bastelfieber anstecken  Pinguin bastelt also alleine weiter. Wäre das nicht schon Ärger genug, frisst der griesgrämige Staubsauger die Deko einfach weg. Weihnachten ohne Dekoration kann sich Pinguin nicht vorstellen und trommelt seine Freund*innen zusammen  ein Plan muss her!Rolf Bolt (*1963) studierte Bühnenbild an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz, an der er das Puppenspiel für sich entdeckte. Seit 2014 verzaubert er mit Charme und Detailverliebtheit die kleinsten Theaterbesucher*innen mit dem weihnachtlichen Puppenspiel im Theaterfoyer.
21.11.20Regie Till Kleine-Möller
Struwwelpeter(Shockheaded Peter)Musical von den Tiger Lillies, Julian Crouch & Phelim McDermottMusik von Martyn JacquesJunk-Oper nach Motiven aus Der Struwwelpeter von Heinrich HoffmannDeutsch von Andreas Marberim Großen HausWer kennt sie nicht: das zündelnde Paulinchen, den magersüchtigen Suppenkasper, den unverbesserlichen Daumenlutscher Konrad oder Zappel-Philipp, für den eine ADHS-Diagnose ebenso wenig zur Diskussion stand wie Ritalin? Die sprichwörtlich gewordenen Sonderlinge werden durch Musik lebendig und der britische Humor sorgt für einen augenzwinkernden Blick auf die mitunter brutalen Erziehungsmethoden der Originalvorlage.Die berühmten Bildergeschichten, die der Frankfurter Kinderarzt und Psychiater Heinrich Hoffmann (1809-1894) erfand, sind vertont von den Tiger Lillies, der dreiköpfigen, britischen Kultband. Im mitreißend schrägen Musical für Erwachsene vereinen sich nicht nur Zirkusklänge mit Punk, es sind auch Anklänge an die Varietés der 1920er Jahre zu hören mit Anlehnungen an denBrecht-Komponisten Kurt Weill.
16.01.21Regie Katharina KreuzhageBühne Ariane ScherpfKostüme Ariane Scherpf
Der Häßlichevon Marius von Mayenburgim StudioLette ist hässlich. So hässlich, dass sein Chef ihn nicht mehr auf Kund*innen loslassen will. Als selbst Lettes Frau Verständnis für diese Entscheidung zeigt, sucht er professionelle Hilfe. Nach der Schönheits-OP ist nichts mehr wie zuvor, denn dem Arzt ist ein Meisterstück gelungen und Lettes neues Aussehen eröffnet ihm ungeahnte berufliche, ökonomische und erotische Möglichkeiten.Ein Erfolg jagt den anderen und Lette scheint ein gemachter Mann zu sein. Aber plötzlich tauchen überall in der Stadt Menschen auf, die genauso aussehen wie er. Der Arzt hat die erfolgreiche Operation systematisiert und verpasst jedem zahlenden Patienten auf Wunsch Lettes einzigartiges Gesicht. Lette nimmt den Kampf um die eigene Identität auf, die ihm plötzlich gar nicht mehr so gesichert erscheint.Voller Sprachwitz lässt Marius von Mayenburg (*1972) seine Figuren von einer Verwechslung in die nächste stolpern und treibt so den durch Medien und Werbung indoktrinierten Wunsch nach ästhetischer Selbstoptimierung auf die Spitze.
23.01.21Regie Sebastian Martin
Woyzeckvon Georg Büchnerim Großen HausWenn sogar die Pistole zu teuer für den Eifersuchtsmord ist, dann bist du endgültig unten angekommen. Nur Erbsen essen für medizinische Experimente hilft auch nicht gerade,