Trailer "Seid nett zu Mr. Sloane"

Foto: Christoph Meinschäfer

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Theaterpädagogik
Theater Paderborn
Westfälische Kammerspiele

Seid nett zu Mr. Sloane

von Joe Orton 

Deutsch von Brigitte Landes
im Großes Haus


Der attraktive Mr. Sloane lebt wie die Made im Speck. Bei Kathrin, eine Frau in den Vierzigern, die mit ihrem alten Vater Kemp zusammenwohnt, hat er sich eingenistet und auch ihren Bruder Ed um den Finger gewickelt. Unverschämt und die Familie mit seinen Launen terrorisierend, macht sich Sloane im Leben und im Haus der Familie breit. Für Sloane ist klar: Erstens hat jede Familie eine Leiche im Keller, und zweitens ist die Treppe des Hauses auffällig steil…. Nur mit einem hat er nicht gerechnet: dass er bei Kathrin und Ed selbst in die Fänge eines fröhlich perversen Duo Infernale geraten ist...


Joe Ortons (1933-1967) Leben und Sterben lief wie seine Stücke: wild, ungezügelt und gewalttätig. Aus dem Arbeitermilieu stammend, studierte er an der Royal Academy of Dramatic Art in London und bestritt seinen Lebensunterhalt unter anderem als Aktmodell. Mit dem großen Erfolg von „Seid nett zu Mr. Sloane“ und seinen zahlreichen Affären kam Ortons Lebensgefährte Kenneth Halliwell nicht zurecht: Er erschlug Orton am 9. August 1967 mit neun Hammerschlägen, bevor er sich selbst mit Tabletten das Leben nahm.


Dauer ca. 120 Minuten, inkl. einer Pause

VVK 22.11.2022

Dramaturgische Einführung "Seid nett zu Mr. Sloane"

Besetzung

Kathrin Kirsten Potthoff

Sloane Hubertus Brandt

Ed Alexander Wilß

Kemp Frank Damerius


Regie Klaus Kusenberg / Bühne & Kostüme Lena Scheerer / Vocalcoach Peter Stolle / Dramaturgie Daniel Thierjung / Dramaturgieassistenz Lena Kern / Regieassistenz Helena Niehaus & Eva Collura / Soufflage Hermann Holstein / Ausstattungshopsitanz Verena Müller / Inspizienz Robert Häselbarth / Technischer Leiter Klaus Herrmann / Bühnenmeister Michael Bröckling / Beleuchtungsmeister Marcus Krömer / Betreuung Licht Georg Rolle / Ton & Video Tim Klöpper & Till Herrlich-Petry / Requisite Snnette Seidel-Rohlf & Sona Ahmadnia / Leitung Kostümabteilung Lisa Brzonkalla / Maske Ulla Bohnebeck

Tickets & Termine:


12.01.1) / 14.01. / 14.01. / 20.01. / 21.01. / 26.01. / 27.01. / 03.02. / 05.02. / 09.02. / 11.02. / 18.02. / 05.03. / 09.03. / 19.03. / 25.03.


1) Sichtungsprobe: kostenlose Anmeldung hier.

Pressestimmen

Ein Spiel zwischen Wahnsinn und Komödie – eine höllisch schwarze Komödie allerdings, die da im Großen Haus des kleinen, aber feinen Paderborner Theaters präsentiert wird. (...) Es gibt Momente, da stockt der Atem und

gleichzeitig empfinden wir klammheimlich ein seliges Vergnügen. Warum ist das so? Weil hier in diesem Theaterstück die Verführbarkeit des Menschen auf dem Präsentierteller serviert wird. (...) Und dann natürlich noch Hubertus Brandt als Mr. Sloane – ein Miststück von Mensch. Unterwürfig wo notwendig,

kalt und herrschsüchtig wo möglich, schleimerisch, auftrumpfend, berechnend, egoistisch – alles zusammen großartig dargestellt. D

Neue Westfälische, 16.01.2023



Beim damaligen Publikum kam das an, aber funktioniert „Seid nett zu Mr. Sloane“ auch heute noch auf der Bühne? Ja, tut es. Auch wenn die Zimmerwirtin, von Kirsten Potthoff wunderbar gespielt, auf jüngere Menschen völlig durchgeknallt wirkt, ist doch das Thema emotionale Erpressung zeitlos aktuell. Deshalb muss Regisseur Klaus Kusenberg auch nicht krampfhaft Bezüge zur Gegenwart konstruieren. Erbringt das „alte“ Stück gekonnt und ohne viel Schnickschnack auf die Bühne, in deren Mittelpunkt ein Sofa steht, auf dem Mr. Sloane, glänzend gespielt von Hubertus Brandt, so balanciert wie durch sein ganzes Leben. Alexander Wilß kann jede Rolle, wie er als Ed aufs Neue beweist. Dabei imponiert er auch als Sänger, wenn er „Zauberland“ von Rio Reiser anstimmt. Auch Frank Damerius lockert als Kemp das Sprechtheater des Neuen britischen Dramas mit seiner Stimme und Gitarre auf. Den einsamen Alten, der einen Mörder im Haus wähnt, verkörpert er eindrucksvoll. Wer Stücke in der Tradition von „Arsen und Spitzenhäubchen“ mag, sollte sich „Seid nett zu Mr. Sloane“ auch anschauen.

Westfälisches Volksblatt, 16.01.2023