von Eva Rottmann / ab 14 Jahren
im Studio
Lauter Premieren: Tini kauft sich unter Aufbietung all ihrer Contenance einen Vibrator. Teddy küsst zum ersten Mal einen anderen Jungen. Alex plant ihr erstes Mal mit Schulplayboy Fabian, der über seine Bettgeschichten eine Statistik führt. Lou, non-binär, verlässt die dörfliche Heimat, auf der Suche nach Akzeptanz und Vertrautheit innerhalb einer Community. So unterschiedlich wie die Jugendlichen sind ihre Erfahrungen und ist das, was sie beschäftigt. In diesem Stück dreht sich alles um das Thema Nummer eins: Sex.
Genauer gesagt, Sex mit seinen unvermeidlichen Begleiterscheinungen: den Peinlichkeiten der praktischen Umsetzung, der manchmal Welten umstürzenden Verliebtheit, dem nervigen Einmischen Erwachsener, der Sorge nicht zu gefallen, dem Gruppendruck und der großen Schwierigkeit, die richtigen Worte zu finden. Dabei entwirft die Autorin Rollenbilder ohne Klischees; Queerness tritt nicht als Sonderfall, sondern als selbstverständliche Möglichkeit in Erscheinung. Und allen Widrigkeiten zum Trotz wird eines doch klar: In manchen Momenten ist „Fucking“ einfach nur „fucking schön“.
Eva Rottman (*1983) hat in die Vorbereitung für die Romanvorlage systematisch Jugendliche einbezogen, was spürbar zur Authentizität des Textes beiträgt. „Fucking fucking schön“ wurde 2024 mit dem Jugendbuchpreis des Jahres „Luchs“ von DIE ZEIT und Radio Bremen ausgezeichnet sowie in 2025 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.